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Erklärung zur Coca-Cola Kampagne
von der kolumbianischen Lebensmittelgewerkschaft SINALTRAINAL im Herbst 2008
Wie Sinaltrainal von Anfang an erklärt hat, bemühen wir uns um eine Übereinkunft mit Coca Cola, um die Gewalt zu beenden und eine Entschädigung der Opfer zu erreichen. Dieses Einvernehmen konnte bisher nicht erreicht werden. Im Gegenteil, Coca Cola hat eine Strategie der Unwahrheit eingeschlagen, um die Beschäftigten und die öffentliche Meinung  irrezuführen, und uns damit die im Rahmen der Kampagne weltweit gewährte  Unterstützung zu entziehen. Coca Cola möchte sich des Drucks entledigen, der das  Unternehmen veranlassen soll, Sinaltrainal anzuerkennen, und Fortschritte zu  machen auf dem Wege zu Erlangung von Wahrheit, Gerechtigkeit und integrativer Entschädigung der Opfer und ihrer Familien. Sinaltrainal wird weiter die Vergehen von Coca Cola und der kolumbianischen Regierung als Komplizin anklagen.

1.  Sinaltrainal wird nicht einwilligen, über die Vergehen von Coca Cola Stillschweigen zu  wahren.
 
2.  Sinaltrainal ist autonom und unabhängig bezüglich ihrer Projekte und finanziellen Basis. 

3.  Coca Cola muss zusagen, auch für  neu auftretende Probleme zuständig zu sein und Sinaltrainal gegenüber  erklären, dass sie einer Lösung zugeführt werden. 

4.  Coca Cola soll einräumen, dass das  Unternehmen von dem geschehenen Unrecht profitiert hat und dass es  entschlossen ist, diese Vorkommnisse für die Zukunft zu  verhindern. 

5.  Eine Übereinkunft muss die  Reparation gegenüber der Gewerkschaft und die Entschädigung der Opfer, eine Unternehmenspolitik, die die Menschenrechte und die Einhaltung der Tarifverträge gewährleistet, wie auch die Einhaltung internationaler Normen, des Rechtes auf Wahrheit und historisches Gedenken, einschließen. Gerechtigkeit und Reparation muss auch die soziale Entwicklungsmöglichkeiten  von Sinaltrainal beinhalten.
 
6.  Coca Cola soll seine derzeitige  Praxis ändern und mit Sinaltrainal vereinbaren, feste Arbeitsverträge mit den  Arbeitern abzuschließen.
 
7.  Sinaltrainal besteht auf ihrer  gewerkschaftlichen Souveränität und dem Recht mit den Forderungen der Arbeiter  andere Branchen in Kolumbien und international solidarisch zu  sein.
 
8.  Sinaltrainal bekräftigt ihren festen Willen, mit Coca Cola zu einer Übereinkunft zu kommen, die allerdings nicht zum Schaden der Beschäftigten oder der Gewerkschaft sein  darf.
 
9.  Coca Cola hat Sinaltrainal durch  sein Verhalten gezwungen, über die Vorkommnisse öffentlich zu informieren und weltweit Unterstützung zu suchen. So lange die Vergehen nicht geklärt sind und  die antigewerkschaftliche Haltung des Unternehmens anhält, wird Sinaltrainal  fortfahren Unterstützung zu suchen, um das Unternehmen durch öffentlichen  Druck zu veranlassen, global eine Politik der Einhaltung der Menschenrechte umzusetzen.

Hochachtungsvoll
Javier  Correa
Vorsitzender  Sinaltrainal
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