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kanalB  das kanalB faq
  politische intention, mitmachen und organisatorische belange
      warum kanalB?
      wer ist kanalB?
      wie kann ich mitmachen?
      wie finanziert sich kanalB?
  verbreitung der kanalB ausgaben
      wo gibt es kanalB ausgaben?
      was ist eine auffuehrung?
  videodreh, videokonvertierung, hochladen und technik
      tipps zum drehen von videoclips
      OGG konvertierung
      videoclip hochladen
  hinweise fuer webworker
      fuer webworker und blogger: videos und bilder linken
  datenschutz und lizenzen
      nutzerdaten
      die lizenzen der filme bei kanalB

politische intention, mitmachen und organisatorische belange
  warum kanalB?  
  kanalB ist ein aktivistisches Medienprojekt.
Seit dem Jahr 2000 betreibt kanalB einen Internetsender und produziert politische Dokumentarfilme. Voraussetzung für diese Arbeit ist das Internet und die Tatsache, dass es erschwingliche Videotechnik, bezahlbaren Traffic und billige Server gibt.

Inhaltliche Schwerpunkte sind das Sichtbarmachen von sozialen Kämpfen und Bewegungen, die politische Analyse und Kritik sowie die Vorstellung von alternativen Lebens- und Gesellschaftsentwürfen.
Das Projekt widerspricht dem massenmedial hergestellten Konsens, wonach wir in der besten aller möglichen Welten leben. Vielmehr erscheint uns die herrschende Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung als zutiefst gewalttätig und wir begreifen uns als Teil einer weltweiten politischen Bewegung, die sich gegen ein auf Ausbeutung beruhendes politisches System zur Wehr setzt und nach gesellschaftlichen Alternativen sucht. Gemessen an den vorhandenen Ressourcen trifft das Projekt auf sehr lebhaftes Interesse.

Im Folgenden wird das Projekt kanalB in seinem politischen und medialen Kontext vorgestellt, wobei zunächst auf die Struktur, Entwicklung und Ziele des Videoaktivismus und anschließend auf das Verhältnis von kanalB zu den Massenmedien anhand der Beschreibung einiger konkreter Projekte eingegangen wird.

kanalB im aktivistischen Kontext

kanalB zählt sich einer sozialen Bewegung zugehörig, die zumeist als "globalisierungskritisch" bezeichnet wird. Diese Bewegung, die politische Gruppen und Individuen mit verschiedenen Hintergründen in einer Kritik der "neuen Weltordnung" vereint, formierte sich in den 1990er Jahren und manifestierte sich u.a. durch die masssiven Protestaktionen in Seattle (gegen ein Weltbanktreffen, 1999) Prag (gegen ein Treffen von IWF und Weltbank, 2000) und Genua (gegen ein G8 Gipfeltreffen, 2001). Unter den ersten kanalB-Produktionen befinden sich dann auch Dokumentationen der Aktionen in Prag und Genua.

Die Erstarkung dieser Bewegung löste eine Renaissance des Videoaktivismus aus, der heute, nicht zuletzt durch die Distributionsmöglichkeiten des Internets, recht weite Verbeitung findet. Das Interesse an Videoaktivismus oder unabhängigen Produktionen ist indes sicherlich auch auf ein allgemeines Verlangen nach kritischerer Berichterstattung zurückzuführen. In Zeiten, da die globale Medienlandschaft von wenig mehr als einer Hand voll Konzernen beherrscht wird, Journalisten eingebettet sind und George W. Bush den Ausreißersender Al-Jazeeras kurzerhand "aus Versehen" bombardieren ließ, ist das Misstrauen in die Mainstream-Berichterstattung und damit das Bedürfnis nach alternativen Bildern gestiegen.

Wir sind der Ansicht, dass Medienaktivismus und ein emanzipatorischer Mediengebrauch heute besonders relevant sind. Die mediale Repräsentation der Welt im Kampf um die Deutung derselben wird immer wichtiger und:

"Indem das neoliberale Modell die von ihm permanent produzierten sozialen Brüche immer weniger durch sozialstaatliche Maßnahmen abzufedern sucht, sondern diese durch eine immer aufwendiger betriebene Imagepolitik zudeckt, wächst die Bedeutung elektronischer Bilder gerade auch im Rahmen von herrschaftsstabilisierenden PR-Techniken." (Does 2001)

Das Problem mit den Medien

"Das Bezeichnende für die bürgerliche Berichterstattung, wie für den Journalismus überhaupt, ist die Zusammenhangslosigkeit aller Einzelheiten. Alles wird hinausgeplaudert, alles in einen Suppentopf geworfen, nie werden Zusammenhänge erklärt, alles wird zu einem Quatsch, ohne Tiefe, ohne Analyse, nur herausgerissenes Zeug, nur irgendeiner Pointe wegen gebracht, ohne jegliche gesellschaftliche Beziehung." (Weiss 1981)

Was Peter Weiss schon 1981 konstatierte, gilt noch immer: Anstatt dass die Mainstream-Medien so umfassend informieren, dass grundlegende Zusammenhänge deutlich werden, berichten sie nur von disparaten Einzelheiten. Wer in Fernsehreportagen nach klaren gesellschaftspolitischen Analysen sucht, sucht vergebens. Die Mainstream-Medien scheinen kein Interesse an Zuschauern zu haben, die sich ein angemessenes Bild von einem Vorgang oder einer Situation machen können.
Ein Beispiel dafür ist die Berichterstattung über den Zusammenbruch der argentinischen Wirtschaft im Dezember 2001. Die Mainstream-Medien funktionieren deshalb auch nicht als kritische Instanz, welche die Vorgänge danach beurteilt, ob sie dem Allgemeinwohl dienen oder nicht. Noch viel weniger zeigen sie Engagement für eine gerechte und menschenfreundliche Gesellschaftsordnung.

Es gibt enge Grenzen für politische Berichterstattung im herkömmlichen Fernsehen: Filmemacherinnen und Fernsehredakteurinnen können unzählige Geschichten erzählen von politischer Einflussnahme durch höhere Stellen, Ablehnung vermeintlich "heißer" Themen, Korrekturen am Schnitt, Entzug der Sendeplätze etc. Die Existenz von Initiativen wie dem "Netzwerk Recherche", bei dem es darum geht, Reste von investigativem Journalismus für die öffentlich-rechtlichen Sender zu retten, belegen dies auf ihre Weise.

Aus diesen Tatsachen ergibt sich für uns folgende Schlussfolgerung: Die Mainstream-Medien erfüllen nicht nur die Funktion zu berichten, sondern genausosehr jene zu verschleiern. Die große Erzählung der Mainstream-Medien, ihr universeller Subtext, handelt davon, dass wir in der besten aller möglichen Gesellschaftsordnungen leben. Um diese Erzählung glaubwürdig zu halten, unterschlagen sie permanent eine Fülle von Tatsachen und Sachverhalten. Diese Haltung ("Schere im Kopf") hat zu einem geistigen Klima geführt, in welchem es einen Tabubruch darstellt, die herrschende Wirtschafts- und Gesellschaftordnung insgesamt in Frage zu stellen.

Der Kapitalismus als einzig denkbares und mögliches Wirtschaftssystem wird als Norm gesetzt. Ihn abzulehnen gilt entweder als Kinderei oder als anrüchig. Dass ihm die Ausbeutung von Arbeitskraft zugrunde liegt, gilt nicht als Problem. Vokabeln wie "Mehrwert" oder "Klassengegensatz" fallen nicht in der Tagesschau. Noch viel weniger scheint es möglich, die neokolonialen Handelsbeziehungen zwischen Industrieländern und dem Rest der Welt angemessen zu beleuchten. Stattdessen berichten die bürgerlichen Medien von WTO-Konferenzen und G8-Treffen, als wären es Benefizveranstaltungen für die armen Länder, was für Menschen, denen es gelungen ist sich abseits des Mainstreams zu informieren, eine unerträglich dreiste Propagandalüge darstellt. Dass es überhaupt möglich ist, eine Einschätzung, die so weit von der Wirklichkeit weg ist, als common sense weltweit über die Fernsehstationen zu schicken, ist ein schlagender und eben auch niederschmetternder Beweis für die geschlossen-affirmative Haltung und die analytische Schärfe des medialen Mainstreams.

Es ist einfach, die grundsätzliche Ungerechtigkeit eines Systems, das darauf beruht, dass es Menschen gibt, die durch ihre Arbeit Wert produzieren, und andere, die diesen Wert abschöpfen, zu kritisieren. Man könnte z.B. ins Feld führen, dass wir in einer Welt leben, in der täglich tausende Menschen verhungern und Millionen ihr Leben lang im unerträglichen Elend leben, obwohl es von den Produktionsverhältnissen und dem Stand der Ressourcen her ein Leichtes wäre, allen ein menschenwürdiges Auskommen zu bieten. Und bei gleicher propangandistischer Waffenstärke hätten es die Befürworter einer solchen Wirtschaftsordnung sicher sehr schwer, sich argumentativ über Wasser zu halten:
So wie die Kräfte aber verteilt sind, gibt es keine Notwendigkeit das System zu rechtfertigen, weil es innerhalb der Mainstream-Medien nicht in Frage gestellt wird und es ein Außerhalb der Mainstream-Medien nicht gibt: Vergleicht man die Reichweite alternativer linker Medien mit den absoluten Bevölkerungszahlen, so wird deutlich, dass sie im Grunde nicht existent sind.
Wenn kanalB z.B. 500 DVDs der neuesten Ausgabe verkauft und unsere Abonnenten 43 Podiumsdiskussionen veranstalten, in welcher Relation steht das zu den Millionen von Fernsehapparaten, die in allen Wohnzimmern der Republik aufgestellt sind und uns täglich erzählen, dass das Elend sicher demnächst aus der Welt geschafft wird? - In einer sehr schlechten!

Projekte wie kanalB haben angesichts der eigenen Winzigkeit einen notwendig agitatorischen Charakter. Wir wollen die Zuschauer ermuntern, ihr Leben als Zivilisten aufzugeben und politisch aktiv zu werden. Wenn wir eines der von den Massenmedien ignorierten Themen aufgreifen, z.B. die Art und Weise wie Flüchtlinge in der BRD behandelt werden, dann versuchen wir auch darzulegen, dass diese Behandlung der Flüchtlinge Ausdruck einer autoritären und grausamen Gesellschaftsordnung ist. Und es wird auch gezeigt, dass es bereits Gruppen gibt, die daran arbeiten, dass sich diese Ordnung ändert. Damit sie sich aber tatsächlich ändert, müssen sich auch die Zuschauerinnen engagieren.

Videoaktivismus

Videoaktivismus gibt es seit den späten 1960er Jahren und der heutige Medienaktivismus unterscheidet sich von seinen Anfängen weniger inhaltlich, als durch die neuen technischen Möglichkeiten - wie bessere Kameras und v.a. das Internet.
Die Einführung der ersten tragbaren Videokamera mit Rekorder (Sony Porta Pack), welche vergleichsweise günstig war, brachte Ende der 1960er Jahre große Erwartungen mit sich. Video galt als Herausforderung des damals noch frischen Mediums Fernsehen, das u.a. für seine Eigenschaft kritisiert wurde, seine KonsumentInnen in eine passive rezeptive Rolle zu zwingen und einen kritischen Diskurs zu unterbinden. Durch das "allen" zugängliche Medium Video sollte eine jede die Möglichkeit haben, an der Gestaltung der (medialen) Öffentlichkeit und Diskursbildung aktiv Teil zu nehmen.
Seit den 1990er Jahren ermöglicht es eine digitale und leicht zu handhabende Schnittechnik in der Tat quasi jedem zu Hause am Computer Filme zu erstellen. Zudem ist sowohl die allgemeine Medienkompetenz als auch das Niveau der technischen Grundausrüstung des Durchschnittshaushalts in den westlichen Industrienationen seit den 1970er Jahren deutlich gestiegen.

Die Verbreitung des Internets schuf bessere Austauschmöglichkeiten für oftmals geografisch weit voneinander entfernte Initiativen, und machte es möglich, die eigenen (Video-)Produktionen zu veröffentlichen und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund, dass in der BRD, im Unterschied zu den USA - dort senden viele medienaktivistische Gruppen auf freien Fernsehkanälen - aktivistische Gruppen nicht im Fernsehen präsent sind.
Die Hoffnungen, welche die Einführung der Videokamera, die Entwicklung einer besseren Technik und das Internet begleiteten, wurden indes nicht Wirklichkeit: Von einer totalen Demokratisierung des Informationsflusses kann natürlich bis heute nicht die Rede sein, und das Fernsehen ist nach wie vor Meinungsmacherin Nummer 1. Dennoch wächst die Nutzung des Internets und seiner Plattformen, die auf diese Weise oft ein Verschmelzen der Rollen der Konsumentinnen und der Produzentinnen herbeiführen.

Öffentlichkeit

Für die Arbeit von kanalB ist es nicht nur wichtig, Sachverhalte zu recherchieren, Filme zu produzieren und Inhalte zu vermitteln. Eine große Rolle spielt auch die Distribution und Vernetzung, das Nutzen und Bereitstellen von Plattformen, und zwar nicht nur weil dies wichtig ist für eine Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und Gleichgesinnten oder für ein Vorantreiben des gemeinsamen Projektes. Die Rückeroberung oder Schaffung eines öffentlichen Raums auf der einen und die Herstellung einer Öffentlichkeit auf der anderen Seite, spielen eine zentrale Rolle für die aktivistische Tätigkeit.

Unserer Ansicht nach beziehen sich die Massenmedien in ihrer Selbstreferenzialität immer öfter auf eine von ihnen selbst geschaffene und in der historischen Realität inexistente Öffentlichkeit. Die Teilnahme der Einzelnen an der Öffentlichkeit/dem öffentlichen Diskurs beschränkt sich dabei mehr und mehr darauf, diesem Schauspiel als Fernsehzuschauer beizuwohnen (und in regelmäßigen Abständen einen Wahlzettel auszufüllen). Dass diese Dynamik keine demokratischen Prozesse voran treibt, liegt auf der Hand.

Der aktivistische Ansatz für die Verbreitung von Informationen muss also immer auch im Auge behalten, eine "echte" Öffentlichkeit zu präsentieren und zu schaffen. Hier spielt die Möglichkeit zur Teilnahme eine große Rolle. Es geht kanalB nicht nur darum, einen "echten" öffentlichen Diskurs wiederzugeben oder anzuregen, sondern der mediale Raum selbst soll zum öffentlichen Raum werden, in welchem sich Öffentlichkeit entwickelt. kanalB oder Indymedia schaffen als Plattformen öffentlichen medialen Raum, indem die Einzelne nicht aus dem professionalisierten Prozess der Produktion von Information ausgeschlossen ist. Diese vielfältige Beteiligung an medialer Produktion führt zu einer Diversifizierung der medialen Welt sowie zu einer Dezentralisierung der Produktion. Die Entwicklung des Online-Fernsehens wird sicherlich noch mehr Aufmerksamkeit auf das Internet und die darin vertretenen Projekte lenken.

Ein Teil der videoaktivistischen Produktion und auch kanalB-Produktionen ist strikt dokumentarisch und widmet sich dem Aufzeichnen von Demonstrationen und Protestaktionen. Eine wichtige Funktion dieses Filmens ist es, Repression und Polizeigewalt vorzubeugen. Dass dies nicht unnötig oder wirkungslos ist, haben die Ereignisse 2001 in Genua oder dem EU-Gipfel in Göteborg gezeigt. Gleichzeitig entstehen aus diesem Material Clips über Aktionen, welche in den Massenmedien zumeist keinen Platz finden, um für diejenigen, die nicht dabei waren, zu berichten. Außerdem produziert kanalB längere und kürzere Dokumentationen, die von Ereignissen berichten, die von den herkömmlichen Medien ausgelassen werden, oder von einem Standpunkt aus berichten, der dort nicht vorkommt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Identität stiftende Funktion von Medienaktivismus für die soziale Bewegung: Indem das Medienprojekt Aktionen oder Demonstrationen dokumentiert oder seinen Standpunkt präsentiert, wird die Existenz der sozialen Bewegung und ihrer Weltanschauung repräsentiert und bestätigt. Zunächst soll damit natürlich auf bestimmte Sachverhalte aufmerksam gemacht und bestimmte Argumente in den öffentlichen Diskurs eingebracht werden. Dabei steht nicht der Anspruch im Mittelpunkt, "objektiver" oder "wahrer" als die Massenmedien zu berichten. Vielmehr geht es darum, mit dem Mythos der Objektivität, der ja gerade von den Medien gepflegt wird, zu brechen und einen klaren Standpunkt zu beziehen. Und natürlich will kanalB diesen Standpunkt und damit sein Weltbild vorantreiben.

Wie funktioniert kanalB?

Das wichtigste Verbreitungsmedium für kanalB ist das Internet: Auf kanalB.org sind mehr als 2000 Videoclips und Filme veröffentlicht, die kostenlos angesehen und heruntergeladen werden können.
Das Internet wird auch genutzt, um zeitnah von Ereignissen zu berichten, die dem Projekt wichtig erscheinen. Wenn eine solche "fast-life"-Übertragung gemacht werden soll, fährt das Team an den Ort des Geschehens, dreht tagsüber und veröffentlicht abends die tagesaktuellen Video-Clips auf der kanalB-Seite. Die Berichterstattung wird ergänzt durch Links zu weiterführenden Artikeln und Websites.

In der Vergangenheit wurde auf diese Weise z.B. vom G8 Gipfel in Genua 2001 oder aus Buenos Aires kurz nach dem Wirtschaftskollaps im Dezember 2001 berichtet. Im Jahr 2006 wurde ein von den sozialen Bewegungen in Kolumbien organisiertes Menschenrechts-Tribunal gegen in Kolumbien tätige transnationale Lebensmittelkonzerne begleitet (Coca-Cola, Nestlé, Chiquita). Den Konzernen werden massive Menschenrechtsverletzungen, die gewalttätige Verfolgung der Gewerkschaften und die Zusammenarbeit mit den rechtsgerichteten Paramilitärs vorgeworfen. Im Juni 2007 war kanalB Teil von g8-tv.org, einem Zusammenschluss von Aktivistinnen und medienaktivistischen Gruppen aus ganz Europa, die gemeinsam vom g8-Gipfel in Heiligendamm berichtet haben.

Neben Übertragungen, längeren Dokumentarfilmen und der Dokumentierung von politischen Ereignissen, finden sich auf kanalB.org auch Interviewserien mit linken TheoretikerInnen und WissenschafterInnen wie Jutta Dittfurth, John Holloway, Elmar Altvater, Christoph Speer, Robert Kurz und Darwin Dante, die über alternative Gesellschaftskonzepte sprechen.

Die meisten Videos, die auf kanalB.org veröffentlicht sind, wurden selbst produziert. Die Seite steht aber auch politischen Gruppen und VideoaktivistInnen zur Verfügung, um ihre Video-Clips und Dokumentarfilme zu veröffentlichen. Die Filme müssen allerdings formalen und inhaltlichen Kriterien entsprechen, die kanalB als politischem Projekt zugrunde liegen, nämlich formal ansprechend sein und emanzipatorische Positionen vertreten. Wir veröffentlichen vierteljährlich ein Videomagazin. Es erscheint auf und DVD und als hochaufgelöster AVI-Download, besteht aus einem längeren Dokumentarfilm oder einer Magazinsendung und kostet zehn Euro.

Bisher sind 34 Ausgaben erschienen. Es gibt rund 250 Abonnentinnen und Fördermitglieder für das Videomagazin. Weitere Exemplare werden über Berliner Buchläden und Einzelbestellungen verkauft. Käufer, Fördermitglieder und Abonnentinnen von kanalB Ausgaben sind zumeist politische Gruppen, engagierte Gewerkschafterinnen, Schülerinnen oder andere Interessierte. Das Besondere an unseren KäuferInnen ist, dass sie die Filme für ihre politische Arbeit verwenden und häufig selbst Aufführungen organisieren. Der Dokumentarfilm "Des Wahnsinns letzter Schrei" über die Arbeitsmarktreformen in Deutschland wird z.B. besonders für die gewerkschaftspolitische Bildungsarbeit benutzt.
  wer ist kanalB?  
  kanalB ist eine internet-plattform fuer videoaktivismus und ein videomagazin. eine kleine Berliner gruppe sowie eine winzige Wiener gruppe pflegt die seiten, produziert die ausgaben, organisiert den vertrieb und erhaelt die infrastruktur.
  wie kann ich mitmachen?  
  kanalB.org ist eine plattform. du kannst z.B. videoclips auf dem website veroeffentlichen - siehe technik anleitung - oder auffuehrungen organisieren.

du kannst auch:

untertitel erstellen klick bei dem video, dass du untertiteln willst auf "untertitel erstellen". im untertiteleditor werden die einzelnen schritte erklaert und es gibt eine interaktive hilfe (wenn du was falsch machst, wirst du darauf aufmerksam gemacht und du bekommst alternative vorgehensweisen angeboten).

  wie finanziert sich kanalB?  
  wir arbeiten alle ehrenamtlich und finanzieren unsere infrastruktur, buero, equipment, server und laufende kosten durch die foerdermitglieder und den verkauf der ausgaben. darueber hinaus beantragen wir fuer groessere film-projekte auch foerdergelder von stiftungen.
verbreitung der kanalB ausgaben
  wo gibt es kanalB ausgaben?  
  die ausgaben gibt es im netz und im kanalB shop

kanalB verkaufsstellen:

in berlin:

bbooks, luebbenerstr. 11, kreuzberg
schwarze risse, gneisenaustr 2a, kreuzberg
schwarze risse, kastanienallee 85, prenzlauer berg


in oesterreich:

Verleih:
Alphaville International Video Store, Schleifmühlgasse 5, 1040 Wien
Hauptbücherei Wien - Am Gürtel, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien

Verkauf:
Anarchia Versand
infoladen graz, Lendkai 45
infoladen wels, kulturverein und linke buchhandlung, spitalhof 3 4600 wels tel.: 07242/910432
Infomaden, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (EKH, Portiersloge)


wenn du auch kanalB ausgaben vertreiben willst, dann melde dich!
  was ist eine auffuehrung?  
  als auffuehrung bezeichnen wir veranstaltungen, bei denen kanalB ausgaben oeffentlich gezeigt werden; das kann im rahmen einer informationsveranstaltung sein, oder auf festen und parties, oder als kanalB kinoabend.
viele politische gruppen oder jugendeinrichtungen sind z.b. kanalB abonentInnen und veranstalten jeweils bei erscheinen einer neuen kanalB ausgabe screenings und benutzen diese als anstoss fuer anschliessende diskussionen.

oeffentliche, frei zugaengliche auffuehrungen von kanalB ausgaben sind uns sehr willkommen: veranstalte selbst ein screening! wenn du fuer die veranstaltung keinen eintritt verlangst und kanalB ausgaben zeigst, wollen wir auch kein geld. wenn du kanalB ausgaben oeffentlich im rahmen einer bezahl-veranstaltung zeigst, dann veranschlagen wir eine auffuehrungslizenz von 50,- euro oder was die kasse hergibt.

in jedem fall kannst du fuer deine veranstaltung werbung machen

wenn du covermotive haben willst, dann nimm kontakt auf
videodreh, videokonvertierung, hochladen und technik
  tipps zum drehen von videoclips  
  die laenge der clips ist geschmacksfrage und abhaengig vom material; als richtwert schlagen wir ca 3 minuten fuer die einzelnen clips vor. wenn du viel material hast, dann mach mehrere clips daraus, wir koennen die dann in einem "thema" zusammenfassen.

du solltest dir vor und beim drehen schon ueberlegen, was eigentlich wichtig fuer den inhalt ist. d.h. du musst nicht auf alles draufhalten, sondern dich auf das wesentliche konzentrieren. das ist natuerlich von der situation abhaengig und du musst vor ort entscheiden, was du nun filmst oder nicht. sinn der sache ist, dass du anschliessend beim schnitt nicht ewig langes rohmaterial durchsuchen musst und dir es auch nicht passiert, zu viele aehnliche situationen zu zeigen, da du dich nicht entscheiden konntest, was du nun reinbringst und was nicht.

um eine gewisse dynamik/schnittrhythmus in deinen clip zu bringen, solltest du in den verschiedenen einstellungsgroessen filmen. (totale, halbtotale, halbnah, nah, close, detail). vermeide die zoombewegung, um die unterschiedlichen groessen zu erreichen, da bildwackler im telebereich sehr stark auffallen. bleib also im weitwinkel und geh so nah wie moeglich an das objekt. erst wenn es gar nicht mehr anders geht, solltest du anfangen zu zoomen.

um eine location vorzustellen, benutzt du am besten die totale. um zu zeigen was dort genau passiert, kannst du die restlichen einstellungsgroessen anwenden. du solltest auch nicht vergessen immer wieder eine totale zu drehen, um dem zuschauer einen ueberblick zu geben.

beispiel demonstration: totale: menschen versammeln sich auf einem platz halbnah: gruppe von menschen packen transpi aus close: was auf dem transpi draufsteht halbtotale: gruppe reiht sich in den demonstrationszug ein totale: demonstrationszug geht los usw...

wie du die reihenfolge der einzelnen einstellungsgroessen anordnest ist letztendlich deine sache. aber um eine klare bildsprache zu entwickeln, ist es sinnvoll immer unterschiedliche einstellungsgroessen aneinander zu schneiden; probier`s aus!

einstellungslaengen: beim drehen solltest du die einstellungen immer ein paar sekunden laenger aufnehmen, als sie spaeter im clip wirklich sind. kuerzen kannst du dann immer noch beim schnitt. bei viel information (z.b.totale) muss das bild laenger stehen bleiben als bei weniger information (detailaufnahme). denk daran, dass der/die zuschauerIn das bild zum ersten mal sieht und laenger als du braucht, um die info aufzunehmen.

interviewsituation: bei interviewsituationen wendest du am besten die halbnahe an. achte auch darauf, dass du in blickrichtung der interviewten person am bildrand etwas luft laesst und dass beide augen zu sehen sind, damit erreichst du, dass die person fast in die kamera und damit in richtung zuschauer/in schaut, denn es ist angenehmer jemandem zuzuhoeren, der/die in deine richtung spricht. wichtig ist in dieser situation auch der ton. achte darauf, dass das mikro relativ nah an deinem/er interviewpartnerIn ist. mach am besten vor dem dreh ein paar tests, um herauszufinden wie empfindlich dein mikrofon ist. (willst du in einem lauten umfeld tonaufnahmen machen, eignen sich dynamische mikrofone mit nierencharakteristik, da die nicht so empfindlich sind wie richtmikrofone)

viel spass beim filmen!
  OGG konvertierung  
  1) lade dir hier die neueste version von ffmpeg2theora runter und speichere sie als "f2t.exe" in den ordner, wo der film liegt.

2) eingabefenster mit START >> Eingabeaufforderung... >> "cmd" üffnen
mit "cd c:\pfad\verzeichnisname" in das verzeichnis wechseln, wo der film liegt

3) f2t.exe -V 1024 -A 96 -c 2 inputfile.avi

eingeben ohne zeilenumbruch, "inputfile.avi" durch den filenamen des films ersetzen (wenn du leerzeichen oder sonderzeichen im filenamen hast, dann solltest du den filenamen unter anfuehrungszeichen setzen: "filename mit leerzeichen.avi" )

alternativ kannst du in das OGG auch zusützliche informationen reincodieren, zB so:

f2t.exe -V 1024 -A 96 -c 2 --deinterlace --artist "name des autors" --title "titel des films" --organization "zB kanalB.org" --copyright "z.B kanalB" --license "http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" inputfile.avi

(ohne zeilenumbruch eingeben)

einige optionen:

-V 1024 = kB/sec videoqualitüt, weniger ist schlechter, 1024 ist beamertauglich ;)
-A 96 = kB/sec audioqualitüt, 96 ist wie mp3 mit 128 kB/sec
-c 1 = mono
-c 2 = stereo
-- deinterlace = wenn du den clip deinterlacen willst

mit "f2t.exe" >> ENTER bekommst du eine liste aller optionen
  videoclip hochladen  
  klick hier, um deinen videoclip auf kanalB hochzuladen
hinweise fuer webworker
  fuer webworker und blogger: videos und bilder linken  
  wenn du von deinem website auf ein video verlinken willst, dann link bitte auf den url unter "permanenter link".

wenn du ein video vom website auf deiner website anbieten willst, dann gib bitte die entsprechende quellenangabe in form eines links dazu (zb: quelle: "kanalB.at")

bilder direkt linken: mach es nicht, es ist unfair. das nennt sich deeplinking und verursacht traffic auf kanalB.org obwohl mensch gar nicht auf kanalB.org ist; lade dir stattdessen das bild runter und lad es auf deinen webspace hoch und verlink das bild auf deinem webspace.
datenschutz und lizenzen
  nutzerdaten  
  wir behandeln alle daten vertraulich und geben sie natuerlich NICHT an dritte weiter. wir benutzen die daten die du bei einer bestellung im kanalB shop eingiebst ausschliesslich fuer die bearbeitung der bestellung.

wenn du per email mit uns kontakt aufnimmst, dann werden deine daten ebenso vertraulich behandelt. benutze gnupg oder pgp um deine mails an kanalB zu verschluesseln, hier findest du den kanalB pgp key.

ein hinweis bezueglich der emailadressen: gib bitte eine emailadresse an unter der wir dich erreichen koennen, wir kommunizieren am liebsten per email (das kostet weniger als briefe schreiben). und wir veroeffentlichen keine emailadressen auf der website, um dich vor spam zu schuetzen.

und ein spezieller gedankenanstoss fuer download-abonentInnen: denk daran, dass wir dich auch in 10 - 12 monaten noch unter der angegebenen emailadresse kontaktieren koennen, wenn die neueste abo-ausgabe zum runterladen bereitsteht.
  die lizenzen der filme bei kanalB  
  es gibt zu jedem videoclip auf kanalB.org einen link "LIZENZ", der über die Rechte zu diesem videoclip informiert. meistens handelt es sich um eine creative commons license - CCL - , details siehe hier

kurz gesagt bedeutet das, dass du die videoclips kopieren, weiterverbreiten und auffuehren darfst ohne unser einverstaendnis dafuer einzuholen, (siehe auch fuer webworker und blogger: videos und bilder linken).

du darfst die clips aber nicht verkaufen und du musst kanalB als die quelle der clips deutlich kenntlich machen. die rechte an den videoclips haben die jeweiligen produzentInnen.

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